Vorsorge, Familie & Verantwortung über Generationen

Shownotes

Worum es in dieser Folge geht:

•   Warum Vorsorge kein organisatorischer Akt, sondern ein Beziehungsthema ist

•   Wie ein einziger Satz mehr Sicherheit schenken kann als jede Polizze

•   Weshalb ungeführte Konversationen Familien im Ernstfall überfordern

•   Warum Schweigen Unsicherheit schafft – und Gespräche entlasten

•   Wie Vorsorge aus Liebe entsteht, nicht aus Angst

•   Was es für Kinder bedeutet, Orientierung zu haben, wenn Worte fehlen

Drei Fragen aus der Folge – für dich:

1.  Mit wem in deinem Leben solltest du längst ein Vorsorgegespräch geführt haben, hast es aber immer wieder aufgeschoben?

2.  Welche Unsicherheiten könnten verschwinden, wenn ihr dieses Gespräch endlich führt?

3.  Welche drei konkreten Wünsche sollten deine Liebsten kennen – für den Fall, dass du sie selbst nicht mehr aussprechen kannst?

Wenn du das Gefühl hast, dass es Zeit ist hinzuschauen – für dich, für deine Familie oder für die nächste Generation – begleite ich dich gerne auf diesem Weg.

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Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo und herzlich willkommen bei

00:00:14: der nächsten Folge Lange Rede, kurzer Sinn -

00:00:18: Leben, Leute und Liquidität.

00:00:20: Mein Name ist Monika Maximilian und ich freue mich, dass du mir zuhörst.

00:00:27: Manchmal sind es nicht die großen Ereignisse, die unser Leben verändern.

00:00:32: Es sind diese unscheinbaren Momente, die sich leise an uns heranschleichen.

00:00:39: Eine Tasse Tee, ein Satz,

00:00:42: ein einfacher Blick.

00:00:44: Und plötzlich entsteht ein Riss im Alltag,

00:00:48: durch den ein ganzer Strom an Erkenntnis fließt.

00:00:53: Schön, dass du heute hier bist.

00:00:56: Denn diese Folge könnte eine der wichtigsten sein, die du je gehört hast.

00:01:02: Nicht, weil ich etwas Sensationelles erzähle, sondern weil das Thema jeden von uns betrifft.

00:01:09: Dich, deine Eltern,

00:01:12: deine Kinder, deine Familie.

00:01:15: Kurzum, dein ganzes Leben.

00:01:17: Atme kurz ein, lehn dich zurück und lass uns gemeinsam in diese Geschichte eintauchen.

00:01:27: Es war ein ruhiger Tag in Bregenz, einer dieser Nachmittage, die uns einladen, langsamer zu werden.

00:01:36: Kein Stress, keine Termine, keine besonderen Erwartungen.

00:01:41: Ich saß mit meiner Mama, am Esstisch,

00:01:45: wir tranken Kaffee.

00:01:47: Das Licht war warm, die Stimmung vertraut.

00:01:51: Einfach ein stiller schöner Moment zwischen Mutter und Tochter.

00:01:58: Und plötzlich, sagt sie diesen Satz, ganz ruhig, ganz selbstverständlich.

00:02:05: "Ich bin so dankbar, dass ich dir finanziell niemals eine Last sein werde."

00:02:11: Kein Pathos, kein zittriger Unterton.

00:02:15: Es war so leise ausgesprochen, dass man ihn fast überhören könnte.

00:02:20: Aber er traf mich wie ein warmer Schlag mitten ins Herz.

00:02:25: Weil dieser Satz von einem Ort kam, der heute nur noch selten berührt wird.

00:02:33: Ich saß da und wusste in diesem Moment, dass Vorsorge genau so beginnt.

00:02:39: Nicht in den Formularen, nicht am Krankenbett.

00:02:44: Nicht erst wenn es passiert.

00:02:47: Vorsorge beginnt in der Stille.

00:02:50: In einem Satz, der mehr Liebe enthält als jede innige Umarmung.

00:02:58: Viele Menschen glauben, Vorsorge sei Papierkram, Aktenordner, Unterschriften, Stempel.

00:03:06: Dabei ist das nur das Werkzeug.

00:03:10: Vorsorge ist für mich vor allem eines.

00:03:14: Ein Gespräch.

00:03:16: Ein Gespräch zwischen Eltern und Kindern, zwischen Partnern, zwischen Menschen, die einander wichtig sind.

00:03:23: In meinen Beratungen frage ich immer wieder:

00:03:27: Weißt du eigentlich, wie deine Eltern finanziell aufgestellt sind?

00:03:31: Weißt du, ob ein möglicher Pflegefall deine eigenen finanziellen Ziele gefährden würde?

00:03:38: Weißt du, ob es seine Vorsorgevollmacht gibt?

00:03:42: Weißt du, wie sie,

00:03:44: deine Eltern ihr Begräbnis vorstellen würden.

00:03:47: Weißt du, wenn sie an ihrer Seite wissen möchten, wenn sie selbst nicht mehr entscheiden können?

00:03:55: Und fast immer fällt dieser kleine, ehrliche und oft sehr unangenehme Satz.

00:04:02: Nein, darüber haben wir noch nie gesprochen.

00:04:06: Nicht aus Gleichgültigkeit, nie aus Herzlosigkeit, sondern aus Angst, aus Unsicherheit, und auch aus Scham, weil sich viele vor diesem Thema wirklich fürchten, weil man die eigenen Eltern nicht verletzen will, weil es sich so anfühlt, als würde man einen Schritt zu nah an die Endlichkeit treten.

00:04:31: Und doch ist genau das Gegenteil wahr.

00:04:34: Diese Gespräche schützen.

00:04:36: Sie entlasten.

00:04:38: Sie geben Orientierung.

00:04:40: Und glaubt mir, sie verhindern Streit

00:04:43: und sie schaffen Frieden.

00:04:45: Sie sind ein wirkliches Geschenk, das wir unseren Liebsten geben sollten.

00:04:51: Ich habe das selbst erlebt.

00:04:53: Vor fünf Jahren, als mein Schwiegervater starb, standen seine Frau und die beiden erwachsenen Söhne plötzlich vor Entscheidungen, die niemand treffen wollte.

00:05:04: Jeder hat gehofft, jemand anderer wüsste mehr.

00:05:08: Jeder wollte alles richtig machen, aber keiner wusste, was richtig überhaupt bedeutet.

00:05:14: Es gab große Trauer.

00:05:16: Und auf die Trauer folgte Unsicherheit.

00:05:20: Was hätte er gewollt?

00:05:21: Was war ihm wichtig?

00:05:23: Was war ihm nicht wichtig?

00:05:26: Wenn ein Mensch geht, reisst er immer etwas mit.

00:05:30: Doch Orientierungslosigkeit sollte niemals dazu gehören.

00:05:34: Dieses Erlebnis hat mir wieder mal aufgezeigt.

00:05:38: Schweigen schützt nicht.

00:05:40: Schweigen macht Situationen schwerer.

00:05:43: Schweigen belastet die Hinterbliebenen.

00:05:47: Und genau deswegen erzähle ich dir heute diese Geschichte.

00:05:52: Für manche mag es seltsam klingen und einige in meinem Umfeld nennen mich morbid.

00:06:00: Aber mein Sohn zum Beispiel weiß ganz genau, was ich möchte.

00:06:06: Oft weiß ich auch, es interessiert ihn nicht, weil ich ihm das immer wieder sage.

00:06:11: Aber ich will einfach, dass er weiß, wenn mir etwas passiert an wen er sich wenden kann.

00:06:20: Wenn ich nicht mehr klar kommunizieren kann, weiß er, welche Entscheidungen getroffen werden müssen.

00:06:27: Ich mach das nicht, um ihn aufzuwühlen, sondern, weil ich ihn liebe.

00:06:33: Für mich bedeutet das Frieden.

00:06:36: Für ihn hoffe ich, bedeutet es Sicherheit.

00:06:40: Für uns beide sollte es auch Nähe bedeuten.

00:06:44: Ich möchte nicht, dass er irgendwann im Nebel steht und Entscheidungen treffen muss, ohne zu wissen, ob es das ist, was ich wollte.

00:06:52: Ich möchte so gerne, dass er spürt, dass ich ihn schütze.

00:06:56: Selbst dann, wenn ich es nicht mehr sagen kann.

00:07:00: Und ja, laut Statistik Österreich sind weit weniger Vorsorgevollmachten,

00:07:06: Patientenverfügungen und Testamente registriert, als man vermuten würde.

00:07:12: Und das bedeutet eines:

00:07:15: Die Mehrheit der Familien in Österreich wäre im Ernstfall völlig unvorbereitet.

00:07:22: Und was passiert dann?

00:07:24: Und das sage ich dir auch nach fünfundzwanzig Jahren Erfahrung als Vermögensberaterin.

00:07:30: Chaos, Zerwürfnisse, Unsicherheiten, familiäre Konflikte,

00:07:36: finanzielle Belastungen, absolute emotionale Überforderung.

00:07:42: Nicht weil Menschen schlecht sind, sondern weil niemand darüber gesprochen hat.

00:07:48: Ich stelle mir diese Frage oft.

00:07:51: Und vielleicht kennst du diese inneren Widerstände.

00:07:55: Man will niemanden verletzen, man will niemanden überfordern, man will nicht über Krankheit reden und schon gar nicht über den Tod.

00:08:05: Man hofft, dass alles schon irgendwie passt.

00:08:08: Aber Vorsorge hat nichts mit dem Abschied zu tun.

00:08:12: Vorsorge hat alles mit Liebe zu tun.

00:08:15: Vorsorge ist Beziehungspflege.

00:08:19: Vorsorge ist Fürsorge.

00:08:22: Und ja, Vorsorge ist Verantwortung.

00:08:26: Und wer Verantwortung übernimmt, schützt seine Familie vor Chaos und sich selbst vor Angst.

00:08:34: Vielleicht ist heute dieser Moment.

00:08:36: Vielleicht ist genau diese Folge der Auslöser, den du gebraucht hast.

00:08:40: Vielleicht ist es ein Zeichen.

00:08:43: Ein Zeichen dafür, dass du mit deinen Eltern sprechen darfst.

00:08:47: Ein Zeichen dafür, dass du mit deinen erwachsenen Kindern sprechen solltest.

00:08:52: Ein Zeichen dafür, dass du als Paar gemeinsam hinschauen musst.

00:08:57: Diese Gespräche schaffen Bindung und sie schenken wirkliche Klarheit und sie verhindern, ja sie verhindern auch manchmal Herzschmerz.

00:09:08: Wenn du möchtest, begleite ich dich auf diesem Weg.

00:09:12: Meine Kontaktdaten findest du dazu in den Schownotes.

00:09:17: Und wie immer möchte ich dir drei Fragen stellen.

00:09:22: Erstens, mit wem in deinem Leben solltest du längst ein Vorsorgegespräch geführt haben,

00:09:29: hast es aber

00:09:30: immer wieder hinausgeschoben.

00:09:33: Zweitens,

00:09:35: welche Unsicherheiten könnten verschwinden, wenn ihr dieses Gespräch endlich führt?

00:09:43: Und drittens,

00:09:45: welche drei konkreten Wünsche würdest du selbst mögen, dass deine Liebsten kennen?

00:09:56: Lange Rede, kurzer Sinn.

00:09:58: Vorsorge beginnt nicht dort, wo Formulare unterschrieben werden.

00:10:04: Vorsorge beginnt dort, wo Menschen mutig genug sind, miteinander zu sprechen.

00:10:11: So wie es meine Mama in Bregenz getan hat.

00:10:14: Ein einziger Satz.

00:10:16: Aber dieser eine Satz verändert alles.

00:10:21: Danke, dass du zugehört hast.

00:10:22: Das war wieder eine Folge von Lange Rede, kurzer Sinn.

00:10:27: Und wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig über ein Kommentar.

00:10:35: Alle vierzehn Tage treffen wir uns bei Lange Rede, kurzer Sinn -

00:10:42: Leben, Leute und Liquidität.

00:10:42: Ich freue mich auf dich.

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