Pricing & Positionierung: Der wahre Hebel für deinen Marktwert mit Roman Kmenta

Shownotes

In dieser Folge erfährst du:

  • Warum viele Unternehmer:innen ihre Leistung unter Wert verkaufen

  • Warum Positionierung der wichtigste Hebel für deinen Preis ist

  • Warum „mehr Kunden durch niedrigere Preise“ ein gefährlicher Irrtum ist

  • Warum Sichtbarkeit ohne Strategie nicht verkauft

  • Weshalb ein Expertenbuch die stärkste Visitenkarte sein kann

Über den Gast:

Roman Kmenta ist Unternehmer, Autor und einer der bekanntesten Experten für Preisstrategie im deutschsprachigen Raum. Er unterstützt Unternehmen und Selbstständige dabei, ihre Positionierung zu schärfen, ihren Wert klar zu kommunizieren und bessere Preise durchzusetzen.

Links

Roman Kmenta

Roman Kmenta auf Instagram

Roman Kmenat auf TikTok

Roman Kmenta auf LinkedIn

Roman Kmenta auf Facebook

Mehr von Roman Kmenta

Monika Maximilian

Monika Maximilian auf Instagram

Monika Maximilian auf Facebook

Monika Maximilian auf LinkedIn

Monika Maximilians Homepage

Wenn dir die Folge gefallen hat

• Abonniere den Podcast

• Teile die Folge mit jemandem, der sie hören sollte

• Hinterlasse eine Bewertung

Lange Rede, kurzer Sinn gibt's jetzt wöchentlich! Neue Folgen erscheinen jeden Dienstag.

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo und herzlich Willkommen bei Lange Rede, kurzer Sinn.

00:00:15: Warum verkaufen so viele kluge Menschen ihre Leistung zu billig und wundern sich dann, dass ihr Business sie auslaugt?

00:00:26: Was wenn das eigentliche Problem nicht am Markt ist, nicht der Kunde, nicht die aktuelle Wirtschaftslage sondern der fehlende Mut den eigenen Wert klar zu benennen!

00:00:41: Mein heutiger Gast beschäftigt sich genau damit seit fast über drei Jahrzehnten.

00:00:47: Er spricht über Preise nicht als Zahl, sondern als selbstverständlich mit der dazugehörigen Klarheit.

00:00:55: Er schreibt

00:00:56: ein

00:00:56: Buch nach dem anderen, produziert einen Podcast mit hunderten Folgen und steht auf Bühnen, trainiert Unternehmerinnen und Unternehmer, zeigt dabei etwas sehr Unbequemes.

00:01:11: Wer zu billig ist, wird nicht öfter gebucht – er wird nur weniger ernst genommen!

00:01:18: Roman Kmenta is Preis- und Wertstratege,

00:01:21: Unternehmer, Autor und jemand der es schafft Klartext zu sprechen ohne laut zu werden.

00:01:30: Heute sprechen wir darüber warum Preisgestaltung nichts mit Kalkulation und alles mit Persönlichkeit zu tun hat.

00:01:39: Und warum ein Expertenbuch für Roman die beste Visitenkarte ist.

00:01:47: Roman, schön dass du da bist.

00:01:50: Hallo Monika!

00:01:51: Nach dieser tollen Anmoderation, was soll ich dann noch sagen... Ich freue mich auch da zu sein, hier bei dir und über das Thema oder die Themen zu sprechen, die mich am allermeisten beschäftigen so beruflich.

00:02:02: So bitte verrate mir, ich kenne dich ja mittlerweile schon sehr lange und glaube ich, sehr gut.

00:02:09: Aber meine Hörerinnen kennen dich nicht

00:02:12: und

00:02:12: für mich bist du ja wirklich eine Art Maschine. Über vierhundert Podcast Folgen!

00:02:19: Du schreibst ein Buch nach dem anderen, du hältst Keynotes, du trainierst.

00:02:25: Was treibt dich wirklich an?

00:02:28: Ich bin ein extrem kreativer Mensch.

00:02:33: Wo das herkommt weiß ich nicht genau, genetisch möglicherweise und hab daher permanent Ideen zu den Themen, mit denen ich mich beschäftige.

00:02:43: Und wenn die Ideen da sind, dann dringen die heraus und verlangen umgesetzt zu werden was dazu führt dass ich einerseits viel mache, viel umsetze und gleichzeitig aber auch oft selbstkritisch bedacht zu viele Ideen auf einmal angehe und nicht eine Idee für einen Buch habe sondern fünf Ideen für fünf Bücher und drei gleichzeitig

00:03:07: anfang und schreib. Zwei verhungern da einmal zwischendurch und eins wird geschrieben.

00:03:11: Das treibt mich an, ich habe einen unglaublichen Drang zu Schaffen.

00:03:17: War das immer schon so?

00:03:19: Ich glaube es war wahrscheinlich immer schon.

00:03:22: Ich habe ganz früher zum Beispiel Musik gemacht, Musikkabarett, hab getextet, gesungen also zuerst Pop-Rock, Jugend-Bands.

00:03:31: Ich war immer schon der, der die Texte gemacht hat, der Projekt aufgestellt hat. Später dann Musikkabarett auch da, also es war so lange ich denken kann hatte schon immer viele spannende Ideen und das hatte meistens was mit Text zu tun.

00:03:44: Also Text ist schon mein Medium ja.

00:03:47: Okay, also Sprache hat dich fasziniert?

00:03:50: Sprache hat mich fasziniert, ja. Geschrieben, gesprochen in jeder Variante.

00:03:55: Und bitte verrate mir noch, weil das weiß ich gar nicht bin ich drauf gekommen in meinen Vorbereitungen.

00:04:03: Aus welcher Welt kommst du?

00:04:04: Ich weiß, die letzte Welt war bei einem Autohersteller im Marketing.

00:04:09: Aber erzähl ein bisschen über deinen Werdegang bitte!

00:04:13: Ja Kurzdurchlauf... ich habe Gymnasium gemacht, Matura. Dann Wirtschaft studiert auf der Wirtschaftsuni in Wien.

00:04:20: Ich habe BWL abgeschlossen

00:04:22: dort, bin dann... wo bin ich denn gelandet?

00:04:26: Bei der NCR als Erstes. Computer-Großprojekteverkauf - eigentlich gar nicht meine Welt,

00:04:34: viel zu viel Technik.

00:04:35: Viel zu wenig Kommunikation irgendwie damals und viel zu viel Technik.

00:04:39: Habe dann über Zwischenstationen von zwei, drei kleinen Unternehmen, wo ich dann relativ schnell auch so Standortleitung und so gehabt hab

00:04:46: in Österreich, Möbelbranche war das... Genau, Möbelbranche!

00:04:50: Schöne Branche weil viele schöne Produkte, viele schöne Dinge, viel Designermöbel und so Sachen und bin dann, und das war ein ziemlicher Glücksgriff, bei Samsonite gelandet und war dann acht, neun Jahre bei Samsonite.

00:05:04: Zuerst für Österreich verantwortlich und dann, zu aller, ganz zum Schluss dann von Köln aus für Drittel Europas.

00:05:12: Dann zurück nach Österreich wieder mal, bin dann bei Opel gelandet, hab dann relativ als Head-of-Marketing festgestellt.

00:05:21: Das war eine gut dotierte Position aber definitiv nicht meine Welt.

00:05:25: Du meinst die Autobranche?

00:05:26: Ja

00:05:26: ich habe kein Benzinblut und das sind lauter Benzinbrüder.

00:05:30: Ich fahre gerne Auto und auch schöne Autos, aber ja.

00:05:35: Das war gut so, weil ich mich dann selbstständig gemacht habe.

00:05:38: Man braucht oft im Leben so ein - weg von und hin zu - damit es funktioniert.

00:05:42: Irgendwas wo man sagt das will ich machen, aber auch irgendwas, wo man sagt das will ich nicht oder nicht mehr.

00:05:47: Und wenn beides zusammenkommt ist ideal.

00:05:49: Kannst du dich erinnern wann das genau war?

00:05:51: Wie lange bist du jetzt schon selbstständig?

00:05:53: Ja, ich hab Anfang 2002 bei Opel gekündigt!

00:05:58: Also schon ziemlich lang.

00:05:59: Ja, sehr, sehr lange!

00:06:01: Und dieses Selbstständig sein, war das weil du gesagt hast, nein, du möchtest nicht für jemanden anderen mehr arbeiten?

00:06:10: Du möchtest, wie man so klassisch sagt, dein eigener Chef sein.

00:06:14: Oder was war dein Impuls sich für die Selbständigkeit zu entscheiden?

00:06:19: Es war tatsächlich beides.

00:06:21: Mich haben damals schon so Vertriebstrainings irgendwie begeistert.

00:06:23: Ich hab bei Samsonite schon die Samsonite Akademie gegründet, die ich zuerst in Deutschland ausgerollt habe,

00:06:30: weil das war mein Land quasi also was ich zu verantworten hatte und dann ein bisschen Österreich und dann hat sich das ein bissel über Europa verbreitet auch andere Länder habens dann übernommen. Und es war damals halt so Produkt mit ein bisschen Verkaufstraining abends für die Lederwarenhändler, so vollkommen unbedarft aus heutiger Sicht aber doch gut und bin dann tatsächlich im Gewinn,

00:06:53: damals Wirtschaftszeitschrift, die haben immer Franchisekonzepte vorgestellt und bin dann auf ein Franchiseskonzept im Bereich Vertriebsführungskräftetraining gestoßen.

00:07:02: Da habe ich dort quasi angeheuert als Franchisnehmer, weil Franchising zum Start in die Selbstständigkeit ist ja doch ein bisschen leichter.

00:07:11: Und war da sehr erfolgreich in Österreich zuerst, hab dann in Deutschland quasi von Null begonnen, hab das System nach Deutschland exportiert, war wieder ein paar Jahre in Deutschland... ...und bin dann halt nach Jahren weg dort und hab mein ganz eigenes Ding

00:07:24: dann

00:07:25: gemacht, gemeinsam mit meiner Frau auch, in gewissen Bereichen und sonst auch meine eigenen Dinge genauso.

00:07:32: Das war das eine und das zweite war das bei Opel hat mich nicht gefreut. Ich wollte dort weg und das andere war aktiv und dann ist halt zufällig zusammengekommen

00:07:42: und dann funktioniert es motivatorisch am besten.

00:07:46: Wenn du etwas hast was du nicht mehr tun willst und gleichzeitig etwas was du tun willst dann ist leichter.

00:07:52: Deine Disziplin kommt auch noch dazu, dass es zu diesem Erfolg geführt hat.

00:07:56: Na ja man braucht ... Man muss schon was tun

00:07:58: auch sagen wir so!

00:07:59: Gut, weil das würde mich jetzt sehr wundern wenn der Erfolg einfach nur vom Himmel fällt.

00:08:06: Weil das definitiv nicht.

00:08:08: Das muss ich auch sagen.

00:08:10: Was ich bei dir so spannend finde... Ich weiß es gar nicht ob du meinen Podcast alle Folgen schon durchgehört hast aber dein Name ist schon einmal in der Folge mit dem Georg Wawschinek gefallen, der dich als Mr Price bezeichnet hat.

00:08:29: Und ich habe auch schon von vielen anderen Leuten gehört, Roman Kmenta wird absolut als der Experte für Pricing also Preise gestalten, sich richtig zu positionieren mit Preisen immer wieder genannt.

00:08:47: Und das, was mich so sehr interessieren würde.

00:08:50: Du hast ja mit so vielen Unternehmen, Unternehmerinnen auch zu tun und wo siehst du aus deiner Erfahrung den wahren Grund dafür?

00:09:03: Liegt es am Markt oder beginnt das Problem viel früher, nämlich bei der Art wie Menschen ihren eigenen Wert, beziehungsweise den Wert ihres Produktes einschätzen?

00:09:15: Wie empfindest du das?

00:09:17: Gute Frage.

00:09:18: Preis ist ein Thema, das viele meinen ja Preis kommt irgendwie ganz am Schluss.

00:09:23: Man hat ein Produkt oder eine Leistung und dann gibt es ein Preismarkerl drauf.

00:09:27: Falsch, Preis beginnt ganz ganz ganz am Anfang.

00:09:30: Erstens mal schon,

00:09:31: Man muss jetzt bisschen differenzieren,

00:09:33: bin ich ein Unternehmen dass vielleicht Produkte verkauft so wie Autos oder keine Ahnung, Fenster oder Papierkrüge?

00:09:40: Oder bin ich Dienstleister, selbstständig, vielleicht sowas wie Berater, Coach, Trainer, aber auch Fotograf oder Steuerberater.

00:09:50: Zwischen Dienstleistung und Produkt ist schon ein gewisser Unterschied.

00:09:53: Aber es beginnt in jedem Fall ganz am Anfang, nämlich, du hast es eh schon erwähnt, zum Beispiel bei der Positionierung.

00:09:58: Positionierung ist extrem entscheidend für den Preis, wieviel ich verlangen kann, seriöserweise und wie viel ich auch schaffe, durchzusetzen.

00:10:09: Weil je besser man positioniert ist auf einen Punkt, auf ein Thema, umso glaubwürdiger ist man und wenn man glaubwürdig ist kann man mehr verlangen.

00:10:19: Ich bringe mal das Beispiel, wenn ich jetzt bin irgendwo unterwegs und habe vielleicht Rückenschmerzen – quälende Rückenschmerzen.

00:10:26: Und da muss irgendwie was passieren.

00:10:28: Dann schaue ich vielleicht in Google Maps und schau, ah, da gibt es drei Masseure in der Ecken, alle gleich weit, alle machen einen vernünftigen Eindruck. Ich kenn die alle nicht und das eine ist das Massagestudio Meier und das zweite ist Massagestudio Müller und das dritte ist das Rückenschmerzzentrum.

00:10:44: Und jetzt habe ich Rückenschmerzen.

00:10:46: Na ja, was spricht mich mehr an?

00:10:48: Vermutlich das Rückenschmerzzentrum.

00:10:50: Dann checke ich das mal ab.

00:10:51: Die ersten beiden verlangen, 

00:10:53: keine Ahnung, ich bin nicht so der Massage Geher,

00:10:57: aber sagen wir mal, 60€ die Stunde

00:11:00: Du bist schon sehr günstig, bei 

00:11:04: 130€ sind es schon mittlerweile.

00:11:05: Bei uns am Land gibt es noch was um die 60€.

00:11:06: So, 60€ die Stunde und das Rückenschmerzzentrum verlangt vielleicht eine 130€.

00:11:14: Jetzt habe ich echt Rückenschmerzen!

00:11:15: Die Chancen sind ganz gut dass ich zum Rückenschmerzzentrum trotzdem geh. Und das hat nichts damit zu tun, dass der den Preis irgendwie besser kommuniziert sondern dass er schon mal grundlegend anders positioniert ist.

00:11:26: Er ist glaubwürdiger.

00:11:28: Allein schon durch den Namen, obwohl ich den nicht kenne. Könnten die anderen besser sein was Rückenschmerzen angeht?

00:11:34: Ja vielleicht!

00:11:35: Ich kenne die ja alle nicht aber, Zutrauen habe ich dann doch eher zu dem Rückenschmerzzentrum.

00:11:41: Und das lässt sich übertragen auf alles mögliche.

00:11:44: Das heißt verstehe dich da richtig?

00:11:46: Du bist der Meinung, dass wenn man in die Selbstständigkeit geht, egal jetzt ob als Solopreneur oder wenn man ein Unternehmen startet.

00:11:57: Der erste wichtige Punkt ist die Positionierung und auch seine Zielgruppe zu kennen und diese Positionierung schon im Namen sichtbar zu

00:12:07: machen?

00:12:08: Ja das ist die Grundlage aus meiner Sicht so ungefähr für alles, die Positionierung.

00:12:12: Und Zielgruppen kennen heißt, geht damit einher.

00:12:15: Ja, die Positionierung sollte sich idealerweise im Namen widerspiegeln.

00:12:22: Im Logo, selbst in den Firmenfarben.

00:12:25: Weil wenn ich jetzt Coach wäre, ein Führungskräfte-Coach, dann macht es ja einen Unterschied ob ich Führungskräftecoach für weibliche Vorstände bin oder einfach Führungskräftecoach ganz generell.

00:12:39: Wenn ich für weibliche Vorstände der Führungenskräftecoach bin, dann schaut mein Logo vielleicht ein bisschen anders aus und hat vielleicht andere Farben wie wenn nicht so generell oder für Männer.

00:12:47: Also spielt ja alles eine Rolle.

00:12:48: Spannende ist ja, dass die Leute oft die Selbstständigkeit falsch anfangen.

00:12:52: Als erstes, wo man sich beschäftigt sehr oft, stelle ich immer wieder fest, ist ... Ah!

00:12:56: Ja, ich mach mich selbstständig... Ich brauch ein Logo.

00:12:59: Ich brauche einen Firmennamen und ein Logo.

00:13:01: Und dann werden Stunden und Tage verwendet um Logo und Firmenamen zu finden,

00:13:05: was viel zu früh ist.

00:13:06: Solange keine Positionierung da ist macht es keinen Sinn weil ich ja gar nicht weiß wo's passen muss.

00:13:12: Was ich jetzt gar nicht

00:13:12: weiß,

00:13:13: arbeitest du noch in eins zu eins

00:13:15: was Positionierung anbelangt mit Menschen zusammen oder bist du wirklich nur mehr Trainer für größere Unternehmen?

00:13:25: Nein.

00:13:26: Ich arbeite viel mit größeren Unternehmen.

00:13:28: Vertriebsteamentwicklung, solche Sachen aber arbeite auch immer wieder eins zu eins,

00:13:33: gerade was Positionierung und solche Dinge angeht.

00:13:38: Also ich stimme dir hundertprozentig zu und ich hätte mir viel Zeit erspart.

00:13:44: Du weißt, ich habe vor fünfzehnzig Jahren mich selbstständig gemacht in der Finanzbranche und ich hatte keinerlei Positionierung sondern ich war halt der Meinung: für jeden!

00:13:55: Für jeden und auch im Pricing.

00:13:58: Diese klare Positionierung ist mir ja erst in den letzten acht Jahren gelungen und ich sehe, was es für einen Unterschied macht.

00:14:05: Und ich danke dir auch so dass du das so klar ansprichst weil du bist für mich eine Koryphäe, was das anbelangt

00:14:14: und ich denke, dass unsere HörerIn auch unbedingt, wenn sie den Gedanken hat sich selbstständig zu machen, ein Unternehmen zu gründen, sich mit der Positionierung als erstes auseinandersetzen sollte.

00:14:29: Du sagst oft "mehr Wert statt weniger Preis".

00:14:34: Was meinst du genau damit?

00:14:36: Wenn man meine Podcast hört oder Bücher liest

00:14:39: etc.,

00:14:40: Ich stell fest... ich werde manchmal missverstanden werden.

00:14:45: Manche meinen ja, meine Botschaft ist Preise erhöhen.

00:14:48: Nein, das ist nicht die Botschaft!

00:14:50: Sondern die Botschaft ist Wert erhöhen.

00:14:54: Wenn der Wert nur hoch genug ist, wird der Preis irrelevanter, wurschter, wenn man so sagen kann.

00:15:02: Weil der Kunde, wir alle, automatisch immer abwägen, Preis gegen Wert.

00:15:08: Was kostet was?

00:15:08: Was ist was wert?

00:15:10: Jetzt ist der Preis ein zumindest gut fest machbarer Begriff.

00:15:14: Der steht auf einer Liste, auf einem Angebot, auf einen Preiszettel oder so... Der Wert ist

00:15:20: schwierig zu greifen und zu definieren.

00:15:22: Was ist der Wert, der

00:15:23: entsteht nur im Kopf des Kunden, das heißt je besser ich es schaffe den Wert im Kopf des Kunden zu steigern umso mehr Spielraum habe ich mit dem Preis.

00:15:31: Das heisst Preise erhöhen ja, aber Schritt eins: Wert erhöhen!

00:15:35: Und dann kann ich mit dem Preis nachziehen.

00:15:38: Verstehe ich.

00:15:39: Ich möchte aber da wirklich ein bisschen auch mit dir in den Diskurs gehen, weil es auch mir heute noch passiert, dass ich sehr wohl eine angeblich eine sehr fantastische Unternehmenspräsentation in einem Kennenlerngespräch mache,

00:15:54: ich habe einen Leistungskatalog, ich fokussiere sehr stark auf den Nutzen meiner Kundin in einer Zusammenarbeit mit mir – stelle natürlich auch dann vor wie mein Preis oder ich sage immer, wie viel sie in eine Zusammenarbeit mit mir investieren.

00:16:15: Was ich aber schon spüre, dadurch dass mich die Person ja nicht kennt, mein Gegenüber nicht kennt, kann sie das so schwer greifen.

00:16:26: Und was für mich so spannend ist, diejenigen Personen die mit mir dann schon zusammenarbeiten, sagen mir dann meistens im Folge-Jahresgespräch, nachdem Sie mich dann schon ein Jahr lang in der Betreuung erlebt haben.

00:16:40: Frau Maximilian, Sie müssen Ihre Preise erhöhen!

00:16:42: Sie sind viel zu günstig für das was sie leisten.

00:16:46: Und hast du hier einen Tipp?

00:16:50: Wenn jemanden, jemanden ja noch gar nicht kennt... Ja,

00:16:55: mehrere.

00:16:56: Erstens mal, gerade im Dienstleistungsbereich, wenn Du schaffst das was du tust und dich, im Grunde als Dienstleister bist das ja du.

00:17:07: Du bist ja mit deiner Dienstleistung engst verwoben, vorzuverkaufen,

00:17:11: dann ist das Erstgespräch nicht der Erstkontakt.

00:17:14: Das heißt wenn ich jetzt eine Anfrage kriege typischerweise ,für was auch immer, dann ist es zumeist so, dass die Leute irgendwie meinen Newsletter gelesen haben, Podcast Folgen gehört haben, oft ein Buch gelesen haben von mir oder zumindest gekauft haben, oder auch schon mehrere - irgendwas in dieser Art.

00:17:34: Und dann schaut man mich schon mal, dann stalkt man mich, was jetzt sehr positiv ist und dann bin ich quasi vorverkauft.

00:17:40: Die Leute wissen schon was sie zu erwarten haben.

00:17:45: Was dazu führt dass die Abschlussquote sehr hoch ist.

00:17:47: Ich habe es früher anders gemacht.

00:17:49: Früher hatte ich klassisch auch Akquise gemacht, so ganz am Anfang auch kalte Akquise, Telefon, Termin ausmachen, das funktioniert auch aber dann hast du genau das Problem, dass du zuerst einmal in einem ersten Gespräch den Wert aufbauen musst.

00:18:02: Du musst mir verkaufen, wer bist du und was tust du?

00:18:04: Und warum soll es überhaupt mit dir?

00:18:08: Was auch funktioniert, dann habe ich viel mehr Erstgespräche gehabt aus denen zu einem gewissen Prozentsatz Projekte entstanden sind und eine gewisse Abschlussquote von den Projekten, die aber extrem viel niediger war als heute.

00:18:24: Heute wird nicht jedes Projekt zum Geschäft oder zum Auftrag, aber ich würde mal raten... 80 - 90% wo es früher vielleicht im selben Maßstab 30 waren oder so.

00:18:36: Was aber auch logisch ist, weil ich heute halt vorverkauft bin,

00:18:39: das heißt was du tun kannst, erstens ist, schau dass du vorverkauft wirst.

00:18:44: Wie geht's?

00:18:44: Social Media, Bücher, PR, Podcasts, Newsletter, was auch immer, Bühnen, je nachdem.

00:18:53: Und das zweite ist, der Wert und das wird auch oft missverstanden.

00:18:57: Der Wert ist ein sehr relatives Ding.

00:19:01: Wir tendieren, oder auch größere Unternehmen tendieren dazu – du hast gesagt die Unternehmenspräsentation und so, das kenne ich von großen Unternehmen – diese Unternehmespräsentation über die Kunden dann quasi überzustülpen.

00:19:13: Und dann hast du eine Firma, sagen wir mal, die sind weltweit aufgestellt.

00:19:17: Super toll!

00:19:18: Hundert Standorte und dieses und jenes und hunderte Jahre Historie und so.

00:19:23: Das mag ja bei dem Kunden der auch hundert Standorte weltweit hat, und auch sagt, die sind immer vor Ort bei mir und das ist toll,

00:19:31: genau passen.

00:19:32: Das kann aber für den Kunden mit einem Standort ums Eck, der durchaus ein interessanter Kunde ist, einfach viel zu viel sein.

00:19:39: Der denkt sich dann, die 100 Standorte weltweit zahle ich mit?

00:19:42: Sicher nicht mit mir.

00:19:43: Das heißt, wir dürfen nicht davon ausgehen dass das was wir gut finden, was für unseren Wert ist, für den Kunden auch an Wert ist.

00:19:51: Auch bei deiner Leistung, da gibt es zig verschiedene Sachen, auf die der Kunde anspringen könnte.

00:19:57: Der eine findet es vielleicht... der bucht dich weil du... Die Analyse wird wirklich so technisch performance und so weil die halt super ist.

00:20:06: Der andere bucht dich vielleicht, weil du ihn mit deinem System dazu zwingst was zu sparen.

00:20:13: Mal ganz unabhängig von der Performance.

00:20:15: Und der dritte bucht dich, weil er dich sympathisch findet und weil du in der Nähe wohnst und der vierte wegen irgendwas anderem. Dass ist ein Fehler der oft gemacht wird, es braucht Individualität um Wert aufzubauen.

00:20:27: Das heißt auch verstehe ich da richtig, dass du ein großer Verfechter bist,

00:20:31: aber das hört man auch in deinen Folgen vom Podcast "Business

00:20:35: das läuft" über

00:20:36: das sprechen wir noch, deinen Podcast.

00:20:40: Hör ich da richtig raus die eine Personal Brand zu schaffen gewinnt immer mehr an Bedeutung?

00:20:48: Ja, so als Sammelbegriff für quasi Positionierung und Außenauftritt.

00:20:55: Ist definitiv für alle Selbstständigen kleineren, kleinsten One-Man, One-Woman-Shows etc.

00:21:02: Definitiv empfehlenswert ist auch mal für alle,

00:21:04: Es kann Ausnahmen geben aber grundsätzlich ja.

00:21:06: Und

00:21:07: aber auch mehr und mehr für Unternehmen.

00:21:10: Wenn man sich anschaut, die Personal Brands sind auch in großen Unternehmen oft viel stärker als die Unternehmen selbst.

00:21:16: Ich behaupte zu Lebzeiten, der Steve Jobs war stärker als Apple.

00:21:20: So in der Außenwirkung.

00:21:25: Bei anderen auch so.

00:21:26: Der Richard Branson hat sicher viel mehr Follower als seine Unternehmen zusammen.

00:21:33: Das hast relativ oft so!

00:21:38: Faktor, Mensch kauft Mensch?

00:21:40: Mensch kauft Mensch.

00:21:40: Mensch kaut viel eher oder Mensch kann auch viel eher an Mensch andocken als ein Unternehmen.

00:21:45: Also nicht so dass Apple das nicht super gut geschafft hätte als Unternehmen.

00:21:48: Also Hut ab!

00:21:49: Bin voller Ehrfurcht.

00:21:51: Nur trotzdem ist es leichter von Mensch zu Mensch.

00:21:54: Ja da stimme ich dir auch zu weil das ist auch mein Credo.

00:21:58: Trotz der Digitalisierung denke ich und ich bin davon überzeugt dass der Mensch noch mehr im Fokus sein wird und du hast es auch schon so oft erzählt in deinen TikTok-Videos, die Konzentration auf das Gegenüber sich tatsächlich für das Gegenüber zu interessieren.

00:22:18: Was ist der Bedarf?

00:22:21: Und da hast du ein TikTok Video, dass mich sehr beeindruckt hat über einen Autoverkäufer.

00:22:28: Ich sage einmal, der erfolgreiche Autoverkäufer fragt einmal über die Situation der Familie und erörtert den Bedarf des Autos

00:22:38: und schlägt dann den Kunden das passende Auto vor.

00:22:44: Genau!

00:22:45: Habe ich das richtig verstanden?

00:22:46: Ja

00:22:46: zum Beispiel.

00:22:46: Also gerade diese Bedarfsanalyse in aller Tiefe ist bei Produkten wie Auto extrem, nicht nur dort aber, extrem wichtig.

00:22:54: Lass mich bitte noch eine Frage zum Preis fragen.

00:22:59: Du arbeitest ja wirklich mit Unternehmerinnen auf ganz hohem Niveau, was unterscheidet deiner Meinung nach die wirklich erfolgreichen in ihrer Preisgestaltung von denjenigen, die ständig kämpfen?

00:23:12: Ist das eine Mindset-Frage?

00:23:13: Das ist ein Mindsetfrage!

00:23:15: Also einerseits haben wir schon geredet, Positionierungsfrage und solche Dinge, die stark einspielen aber grundsätzlich gerade im Dienstleistungsbereich, Mindset.

00:23:25: Es gibt eine fast mathematische Formel aus meiner Sicht, nämlich Selbstwert ist gleich Marktwert.

00:23:32: Das heißt wenn ich meinen Marktwert entwickeln will, dann sollte ich am besten beim Selbstwert ansetzen.

00:23:40: Wenn ich meinen Preis nicht stehen kann und jeder weiß wo er seine Grenzen hat – wir haben alle unsere Grenzen, die sind halt nur unterschiedlich hoch!

00:23:47: Ja bei dem einen ist es 50€ die Stunde, beim anderen 150 kommt beim dritten 500 und beim dritten 5000 aber wir haben alle unsere Grenzen.

00:23:56: Und wenn du schaffst, deinen Selbstwert zu entwickeln und die Grenze in den Kopf nach oben zu steigern, wo du es dann schaffest, keine Ahnung, 1000€ die Stunde ohne mit der Wimper zu zucken, zu nennen – mit dieser Selbstverständlichkeit?

00:24:13: Dann wird dein Marktwert auch steigen!

00:24:17: Wir versuchens umgekehrt, versuchen draußen am Markt was zu tun,

00:24:20: nur wenn du es selber nicht stehen kannst wird es nicht funktionieren.

00:24:24: Hier kann ich noch so viel lernen.

00:24:26: Ich bin jetzt ganz sehr glücklich das ich dich wirklich als meinen Gast hier in diesem Podcast eingeladen habe.

00:24:30: Ich wusste, dass das eine eine ganz tolle Folge sein wird.

00:24:35: Lass mich mit dir über dich als Bücherschreiber sprechen.

00:24:41: Oh liebend gerne!

00:24:42: Ja, du produzierst für mich gefühlt ein Buch nach dem anderen.

00:24:47: Ich habe gerade vorher in der Vorbereitung auf dieses Interview gesagt, ich liebe deine Bücher so sehr weil sie für mich sehr klar sind, ja sehr am Fokus sind.

00:24:59: Ich blätter auch immer wieder nach zu den verschiedensten Themen.

00:25:03: Verrate mal bitte wie viele Bücher hast du schon geschrieben?

00:25:08: Die Frage kommt immer wieder.

00:25:09: Ich weiß es nicht genau aber es sind so circa dreißig plus auf Deutsch wenn ich alles alles zusammenrechne.

00:25:17: Es sind wahrscheinlich auch zwei, drei Workbooks dabei und so.

00:25:21: Und zwanzig plus in diversen bis zu sieben Sprachen glaube ich also so in dem Dunstkreis herum ja.

00:25:28: Und das interessiert mich jetzt persönlich.

00:25:31: Schreibst du jeden Tag?

00:25:35: Ich schreibe... es gibt Zeiten wo ich jeden Tag schreibe und es gibt Zeit wo ich das nicht so akribisch mache.

00:25:41: Es kommt drauf an, an welchen Projekten ich bin aber wenn wer schreiben will, ich empfehle

00:25:47: eine Version ist eine Variante, ist jeden Tag zu schreiben und sei es nur ein bisschen was.

00:25:51: Das heißt nur mal hundert Worte in zehn Minuten aber zumindest etwas.

00:25:55: Das ist eher meine Vorgehensweise wenn ich Buch schreibe.

00:25:59: Die andere wäre Zeit zu blocken, sage ich mache jetzt eine Woche nichts, also schreiben oder so, das geht

00:26:03: auch.

00:26:05: Aber es ist die Konstanz?

00:26:07: Ja. Und du sagst ja sinnesgemäß ein Expertenbuch ist die beste Visitenkarte.

00:26:15: Warum empfindest du das so?

00:26:17: Ah, wie viel Zeit haben wir jetzt noch,

00:26:19: zwei Stunden?

00:26:20: Im Podcast.

00:26:22: Ja... warum?

00:26:24: Naja!

00:26:26: Ich kann tatsächlich, meine ich wirklich, ich kann tatsächlich ein Expertenbuch -

00:26:29: Expertenbuch heißt übrigens, ein Buch wo ich als Experte, Expertin am Cover bin oder hinten drauf oder wie auch immer genau, dass perfekt vom Titel, von dem Thema, zu meiner Expertenposition passt.

00:26:43: So. Es ist, bleiben wir vielleicht bei dem Begriff Visitenkarte, es ist tatsächlich als Visitenkarte einsetzbar.

00:26:49: Ich bin irgendwo auf einem Netzwerktreffen, Veranstaltung, habe vielleicht ein paar Bücher mit und kann die tatsächlich wie eine Visiten Karte hergeben.

00:26:57: Eine Visitenkarte verschwindet bald mal, die sind klein die Dinger und verschwinden unbeabsichtigt oder werden weggeworfen.

00:27:02: Also ein Buch bleibt, das wirft niemand weg, das tut man in den meisten Fällen immer noch nicht.

00:27:08: Und so gesehen das eine, das zweite.

00:27:11: Wer ein Buch geschrieben hat, wirkt natürlich unglaublich viel kompetenter wie jemand der keins geschrieben hat.

00:27:17: Dazu muss das Buch nicht mal gelesen werden – ich weiß nicht alle Bücher werden gelesen die gekauft werden oder die man bekommt.

00:27:23: Aber es hat eine wahnsinnige Kompetenzwirkung!

00:27:27: Also es sind schonmal zwei Punkte wo man sagt beste Visitenkarte und es fungiert als Verkäufer für dich und der mehr Zeit mit dem Kunden verbringt als du selbst. Wenn der Kunde dein Buch liest, super.

00:27:43: Und vielleicht ein kurzes Buch.

00:27:45: fünf Stunden liest das Buch?

00:27:47: Fünf Stunden schaffen die meisten Verkäufer mit dem Kunden

00:27:50: nicht.

00:27:51: Stimmt.

00:27:53: Das kann ich wirklich bestätigen.

00:27:55: Deine Bücher zumindest sind auch für mich so kurzweilig und für mich ist es immer wieder ein Nachschlagewerk.

00:28:04: Ja, weil du so facettenreich in deinen Themen bist und interessanterweise, die meisten deiner Bücher treffen mein Thema auch.

00:28:15: In irgendeiner Art und Weise ja?

00:28:18: Und das finde ich so faszinierend!

00:28:19: Nur lass mich bitte eine Frage stellen, wer sollte deiner Meinung nach kein Buch schreiben obwohl er denkt er müsste eins schreiben?

00:28:32: Naja es sollte jeder.

00:28:35: Da bin ich, da bin ich ein Nerd.

00:28:36: Es sollte jeder ein Buch haben.

00:28:39: Eines das er selber, wo er selbst als Autor draufsteht.

00:28:42: Und ja es muss oder sollte nicht unbedingt jeder eins schreiben.

00:28:46: Aber es gibt ja auch Leute die schreiben.

00:28:48: Ghostwriter ist ja nichts Verwerfliches.

00:28:51: Sehr viele bekannte, auch bekannte Bücher werden, was viele vielleicht nicht wissen, von Ghostwritern geschrieben.

00:28:56: Auch Bücher von sehr bekannten Experten.

00:28:59: Das heißt wenn ich selber wirklich nicht schreiben kann, und das ist ja nicht jedermanns Sache, dann kann ich das Schreiben auch auslagern.

00:29:06: Dann habe ich lieber ein gut Ghostwriter-Geschriebenes Buch als ein schlecht selbstgeschriebenes.

00:29:12: Was es nicht heißt, dass der Content nicht von mir kommt!

00:29:15: Man kann ja aus so einem Gespräch wie dem hier... kann man schon wieder mal ein, zwei oder drei Buchkapitel machen je nachdem mit einem guten Ghostwriter.

00:29:24: Sehr interessanter Ansatz.

00:29:27: Und ganz kurz noch auf das Expertenbuch zu sprechen.

00:29:32: Soll ein Expertenbuch gefallen oder soll es verkaufen deiner

00:29:37: Meinung nach?

00:29:38: Expertenbuch soll verkaufen, ganz klar.

00:29:41: Soll verkaufen soll mich verkaufen.

00:29:44: Soll meine Kompetenz verkaufen, ja es sollte mich auch sympathisch überbringen, das Ja.

00:29:53: Da müsste man den Begriff "gefallen" definieren.

00:29:56: Es soll Kompetenz und ein gewisses Maß an Sympathie transportieren und soll auf die Themen hinleiten, die ich verkaufen möchte.

00:30:05: So als erster Schritt oft vom Nicht-Kunden zum Kunden.

00:30:10: Und da ist ein Buch halt das kleinste Produkt. Wenn der Kunde das kauft, es kostet, je nachdem E-Buch zehn Euro, gedrucktes Buch zwanzig Euro.

00:30:18: Weil der Schritt vom Nichtkäufer zum Käufer oft ein viel größerer ist, und sei es auch nur ein Buch, als vom kleinen Kunden zum Größeren Kunden.

00:30:26: Bitte teil noch deine Erfahrung, weil du vorher gesagt hast Hörbuch, gedrucktes Buch.

00:30:33: Soweit ich weiß, machst Du ja Deine Bücher im Self-Publishing?

00:30:36: Ist das richtig oder wie tust Du da?

00:30:38: Ja, ich habe ein paar Verlagsbücher gemacht mit diversen Verlagen in den letzten zwei Jahrzehnten.

00:30:45: Die allermeisten mache ich im eigenen Verlag.

00:30:48: Ich bin Verleger offiziell, hab Verlag gegründet, verlege allerdings ausschließlich meine Bücher bis jetzt.

00:30:55: Warum mache ich das?

00:30:56: Naja, ich bin sehr viel flexibler.

00:30:59: Sehr viel schneller als jeder Verlag.

00:31:01: Ich kenne mich in vielen Bereichen auch sehr viel besser aus als sehr viele Verlage behaupte ich.

00:31:07: Das soll jetzt gar nicht arrogant klingen oder so aber es ist tatsächlich Tatsache und es ist für meine Bücher und das was ich tue der passende Weg, was nicht heißt, dass sich nicht mal für ein ganz spezielles Buch auch eine Kooperation mit dem Verlag mal machen würde, aber im Normalfall. In den Spitzenjahren, in den letzten Jahren, was du erwähnt hast, habe ich ja wahrscheinlich so vier, fünf Bücher pro Jahr ausgebracht.

00:31:31: Das

00:31:32: stemmt kein Verlad mit einem Autor normalerweise.

00:31:37: Viel zu, in der Frequenz geht das so

00:31:40: nicht, behaupte ich!

00:31:42: Das heißt Self-Publishing hat den großen Vorteil flexibler zu sein, schneller zu sein.

00:31:49: Soweit ich das verstanden habe durch unsere Gespräche schon vorher... Das ist der große Nachteil am Verlag, dass du ja sowieso aber trotzdem Werbung für dich selber machen musst.

00:32:00: Natürlich!

00:32:00: Seriöser Verlag sagt dir auch oder gibt ihr auch zu verstehen das du das Buch verkaufen musst?

00:32:05: Die machen schon was, je nach Größe des Verlages.

00:32:09: Die haben halt ein- oder mehrere Bücher pro Woche die sie auf den Markt bringen und können daher deinem Buch nicht den Fokus geben den du deinem Buch geben kannst.

00:32:19: Es ist ein Verlag auch darauf angewiesen, dass der Autor, die Autorin selber verkauft, im weitesten Sinn promotet, Marketing macht heute dafür.

00:32:27: Das bleibt dir eh nicht erspart, ganz im Gegenteil.

00:32:31: Und es gibt viele Vorteile für Self-Publishing.

00:32:34: Einer ist auch der, weil wir von Visitenkarte gesprochen haben.

00:32:37: Meine eigenen Bücher als Verleger kosten mich Produktionskosten zwischen 1,50€ und drei Euro, 3,50€ je nach Dicke des Buches.

00:32:48: Wenn ich mit dem Verlag mache dann kaufe ich die um zehn, zwölf Euro zu, also schon ganz was anderes wenn ich die als Visitenkarte verwenden will und bei meinen eigenen kann ich schon mal großzügig zehn, fünfzehn Stück so unter die Leuten bringen. Bei Verlagsbüchern im größeren Menge

00:33:07: überlegst du das dann schon, weil es halt schon auch Kosten sind?

00:33:10: Also gerade für diejenigen die es als Visitenkarte verwende wollen ist Eigenverlag Riesenvorteil auch.

00:33:17: Find das total interessant und möchte aber unbedingt auch zu sprechen kommen, du hast mir in unserer Vorbereitung auch verraten dass du jetzt auch Menschen dabei begleitest Bücher zu schreiben oder wie darf ich mir das vorstellen?

00:33:34: Auch zur Welt zu bringen, auf den Markt

00:33:36: zu bringen.

00:33:37: Mit dem Schreiben selber... Ich schreibe zwar meine selbst alle bis dato aber mit Schreiben selber habe ich nichts am Hut.

00:33:43: Also ich bin nicht der Schreibcoach oder so, da gibt es Leute die das sehr viel besser können.

00:33:48: Ich kann auch niemanden beibringen, wie man schreibt.

00:33:51: Ich mache das für mich, aber weiß es nicht!

00:33:55: Ich unterstütze Experten und Expertinnen dabei ihr Buchprojekt mal zu strukturieren, Konzept zu finden ein Thema zu finden, Positionierung fürs Buch zu finden.

00:34:06: Das Konzept zu entwickeln, was kommt da alles rein?

00:34:10: Da bin ich Sparring-Partner und dann vor allem das Buch auf den Markt zu bringen. Und einen gescheiten Launch hinzulegen so dass es idealerweise zumindest irgendwie bei Amazon mal den Titel Bestseller sich verdient. Das ist bis jetzt immer gelungen in den letzten Jahren aber ist natürlich abhängig von Marktumständen und dergleichen mehr.

00:34:30: Also ich bin der Projektmanager fürs Buch, sagen wir mal so.

00:34:32: Okay,

00:34:33: und wir werden natürlich in den Shownotes die Kontaktdaten vom Roman Kmenta platzieren damit ihr auch mit dem Roman direkt in Kontakt treten könnt!

00:34:46: Ich will unbedingt mit dir über Sichtbarkeit in den Social Medias reden.

00:34:52: Du bist auf mehreren Kanälen sichtbar.

00:34:57: Hab mir jetzt gemerkt, in der letzten Zeit fokussierst du sehr stark auf LinkedIn.

00:35:02: Aus deiner Erfahrung und du hast ja schon sehr viele Erfahrungen, weil du bist auf TikTok!

00:35:09: Du bist auf LinkedIn, Facebook warst du auch, Instagram bespielst du doch auch... Welcher Kanal bringt die größte Wirkung für eine Unternehmerin?

00:35:20: Für einen Unternehmer?

00:35:21: Und welcher frisst nur

00:35:23: Lebenszeit?!

00:35:24: Also grundsätzlich haben alle das Potenzial, Lebenszeit zu fressen und dass nicht zu knapp beim produzieren aber auch beim Schauen.

00:35:33: So lässt sich nicht allgemein gültig sagen es kommt natürlich auf die Zielgruppe an.

00:35:37: Ich sollte dort sein wo meine Zielkunden sind und wenn die auf Insta sind dann sollte ich auf Instas sein und wenn die auf LinkedIn sind, sollt ich auf Linkedin sein.

00:35:46: Ja stimmt richtig beobachtet die letzten beiden Jahre starker Fokus auf LinkedIN weil das halt da meine Zielgruppe am besten vertreten ist.

00:35:58: Auch weil, und da kommt ein zweiter Aspekt dazu, weil mir das Medium der Kanal so persönlich am meisten liegt, kann man zwar schon etwas posten, aber auch durchaus direkt kommunizieren.

00:36:10: Das geht bei Insta zum Beispiel finde ich deutlich schlechter.

00:36:13: Ich weiß dass es geht, klar kann man auch Nachrichten, aber die Nachrichten dort haben nicht den Stellenwert wie bei LinkedIn.

00:36:19: Also du musst wieder rausfinden was passt zu meiner Zielgruppel?

00:36:21: Was passt zu einem selbst?

00:36:24: Und ja, ich mache vieles, auch zu vieles.

00:36:29: Probier immer wieder mal was aus, weils ja grundsätzlich nicht schlecht ist

00:36:32: aber der Tipp ist dennoch, nimm dir einen Kanal her, der am besten passt und macht ihn mal ordentlich und fokussiert.

00:36:40: Wenn der gut läuft dann nimm meinetwegen einen zweiten dazu.

00:36:43: Aber ich habe sicher beizeiten zu Vieles gleichzeitig gemacht und so.

00:36:48: Im Moment schaffe ich es ganz gut mit Fokus auf Linkedin.

00:36:51: Danke.

00:36:53: Was mich hier noch interessiert, ist das Ziel, posten um gesehen zu werden oder posten, um zu verkaufen?

00:37:02: Es sollte das Ziel sein – also was heißt sollte!

00:37:06: Letztendlich wollen wir verkaufen über diese Medien irgendwo was.

00:37:10: Sollte das Ziel sind, posts zum Verkaufen und ich ertappe mich natürlich, wie wahrscheinlich alle anderen dabei dass man oft zu oft postet, um gesehen zu werden. Man freut sich dann über Reichweite und über Likes usw.

00:37:24: Aber das ist nicht das Ziel, sondern verkaufen letztendlich.

00:37:29: Das geht natürlich... Und da ist gesehen werden natürlich der erste Step.

00:37:32: Man muss gesehen werden, sonst kann man nicht verkaufen.

00:37:34: Aber gesehen werden um das Gesehenwerden Willen, ist es nicht.

00:37:37: Es ist nur eine Grundbedingung gesehen zu werden, weil es sonst auch nicht verkauft wird.

00:37:45: Sprich lieber weniger Reichweite, aber bessere Qualität rational betrachtet als viel Reichweite und nix.

00:37:55: Finde ich sehr spannend!

00:37:57: Empfindest du es als notwendig täglich präsent zu sein?

00:38:00: Na kommt ganz auf den Kanal an. Auf LinkedIn,

00:38:03: Stand der Dinge ändert sich ja immer wieder und wer weiß schon so genau was der LinkedIn Algorithmus tatsächlich empfindet oder tut.

00:38:09: Aber Stand der Dinge ein paar Mal die Woche auf LinkedIn ist empfehlenswert.

00:38:13: Täglich ist fast schon zuviel haben wir gehört, die eigenen Posts machen sich dann ein bisschen gegenseitig Konkurrenz.

00:38:22: Also ich glaube und man ist ja auf LinkedIn zum Beispiel mit einem Post pro Woche, gehört man zu den Top, was war das?

00:38:29: Ich glaub eineinhalb Prozent der LinkedIn-User, was das angeht.

00:38:31: Wirklich!

00:38:32: Das heißt du bist mit einem Post in der Woche, bist ganz vorne mit dabei.

00:38:35: Wirklich?!

00:38:36: Ja.

00:38:36: Okay.

00:38:37: Die

00:38:37: meisten schauen nur auf LinkedIn.

00:38:38: Die wenigsten sind aktiv.

00:38:40: Wirklich? Okay. Wie empfindest es du?

00:38:45: Ich versuche auch meine Sichtbarkeit zu erhöhen und dank meinem wunderbaren Team, die meine Social Media Kanäle betreuen,

00:38:53: ist das sehr gut gelungen?

00:38:56: Bekomme ich immer dieses Feedback.

00:38:57: Ich merke aber schon, mich persönlich setzt er schon sehr unter Druck!

00:39:06: Jetzt noch mehr zu tun.

00:39:09: Mein Social Media Team schreibt mir auch "Fotos, Fotos" und "Content" und "schick uns das"!

00:39:16: Das ist so für mich etwas ganz was Neues an

00:39:18: das denke ich nicht.

00:39:20: Wie empfindest du das für dich?

00:39:22: Ja mein Team sagt mir das gleiche. Wir brauchen!

00:39:25: Wir brauchen neue Fotos.

00:39:26: Wir machen Content.

00:39:27: Eh, das ist normal.

00:39:29: Aber da komme ich zu dem was ich im Anfang gesagt habe... bin an sich ein sehr kreativer Mensch.

00:39:35: Das heißt, ich habe endlos ,wenn ich mich hinsetz, über endlose Ideen für Posts und für Content und für alles Mögliche. 

00:39:44: Ja ist ein Druck insofern weil es ja auch abarbeiten muss!

00:39:48: Und jetzt haben wir zum Beispiel einen Weihnachtsgruß Video gebraucht und dann ja das Jahresendgruß und Neujahrsgrußvideo und dann Fotos wo ich vielleicht mit Keks und mit Sekt und so eh. Es ist ja auch Arbeit da zu produzieren.

00:40:03: Aber den kreativen Druck empfinde ich nicht.

00:40:07: Aber das zu produzieren ist natürlich auch weit her.

00:40:12: Danke, dass du das auch so empfindest!

00:40:14: Das beruhigt mich.

00:40:15: Und das was ich noch unbedingt wissen, sollte und das ist ja jetzt im Endeffekt schon meine Schlussfrage an dich.

00:40:22: Viele hören uns heute sicherlich zu und stehen genau dort wo du vor zwanzig Jahren warst.

00:40:33: Wenn du einen Denkfehler ersparen könntest, den du selbst viel zu lange für richtig gehalten hast.

00:40:41: Was wäre dieser Denkfehler?

00:40:45: Den ich immer noch nicht für richtig halte aber immer noch begehe?

00:40:49: Vielleicht in dem Fall: macht nicht so vieles auf einmal. Seit nicht in diesem kreativen optionalen Wahnsinn dieses und jenes und dann ein Projekt und dann auch eine Idee sondern konzentriere dich gerade zum Start auf eine Sache.

00:41:06: Da sollte die Passende sein, Positionierung richtig spitz zu beginnen.

00:41:11: Möglichst klein und spitz beginnend, breiter werden kannst später noch aber du dringst halt sehr viel leichter durch wenn du ganz spitz beginnst.

00:41:21: Das ist wahrscheinlich das wichtigste, Fehler den ich, Denkfehler der gar kein Denkfehler ist.

00:41:27: Ich weiß eh dass es so ist aber tapp immer noch in die Falle rein dass ich einfach zu vieles mache und dadurch an punktueller Wirkung verliere.

00:41:36: Also macht das nicht, was ich

00:41:37: mache.

00:41:39: Das wollte ich nämlich gerade sagen weil du sagst das, hast aber so viele Projekte.

00:41:45: Also das würdest du grundsätzlich anraten sich auf eins einmal am Beginn zu fokussieren.

00:41:54: Genau man kann ja alles machen aber halt nicht gleichzeitig sondern hinter einander. Mal eines und wenn man das dann, wenn das gut läuft dann kann man ja etwas zweites möglicherweise dazu.

00:42:03: Man kann breiter werden, aber zum Beginn sehr spitz in dem was man tut.

00:42:08: Ich danke dir so sehr lieber Roman, weil das ist oft sehr gut auf den Punkt gebracht.

00:42:13: Möchtest du uns noch etwas erzählen?

00:42:16: Etwas sagen, was für dich noch sehr wichtig ist?

00:42:19: Wir haben schon über so vieles gesprochen, was fällt mir noch ein... Nein!

00:42:23: Ich glaube wenn du keine Fragen mehr hast ich bin soweit ausgesprochen.

00:42:29: Ich finde es fantastisch, dass du dir die Zeit genommen hast.

00:42:33: Ich habe mir auch sehr viel mitnotiert, das ich auch gerne kurz zusammenfassen möchte.

00:42:40: Lange Rede, kurzer Sinn!

00:42:42: Was ich mitgenommen habe ist auf jeden Fall gerade am Anfang im Unternehmersein zuerst die Positionierung zu schärfen.

00:42:51: Selbstwert ist Marktwert.

00:42:55: Preis ist kein Rechenfehler und Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck.

00:43:02: Und Erfolg entsteht nicht aus Fleiß allein, sondern aus der Klarheit, wofür man bezahlt werden will und wofür nicht.

00:43:12: Hab ich das richtig zusammengefasst?

00:43:13:

00:43:17: Schön dass du das auch so empfindest und ich danke dir, dass du da warst.

00:43:21: Und wie immer bei Lange Rede, kurzer Sinn, möchte ich dir... Liebe Hörerin, zum Abschluss eine Frage stellen.

00:43:32: Wo bist du gerade beschäftigt?

00:43:35: Sichtbar und fleißig statt klar konsequent und fair bezahlt!

00:43:42: Wenn diese Frage etwas in dir auslöst – auch das Gesagte vom Roman mit seinen hervorragenden Tipps, finde ich – dann teil doch bitte diese Folge, vielleicht genau dieser einen Person, die sie gerade hören sollte.

00:44:00: Ich bedanke mich fürs Zuhören!

00:44:03: Bis zum nächsten Mal

00:44:09: bei

00:44:15: Lange Rede, kurzer Sinn.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.